Bolognese

Ragú alla bolognese – Die 3 besten Tricks

Kein Gericht begleitete mich über so lange Zeit und hat dabei nichts von seiner Faszination verloren. Das Ragú alla Bolognese ist für mich heute noch genauso lecker wie als Kind und doch hat sich die Art der Zubereitung komplett geändert. Mein Geschmack natürlich auch 😉

Um kaum ein anderes Gericht ranken sich soviel Mythen um das original Rezept und das Internet ist voll von Berichten über das einzig wahre Ragú alla Blognese. So heißt das Gericht nämlich richtig und nicht Spaghetti Bolognese. Spaghetti nimmt man sowieso nicht. So sieht´s aus. Warum erzähle ich euch später.

Um dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, wird auch gerne von der einschlägigen Presse eine Schwester von Mama Miraculi aus Bologna vor die Kamera gezerrt, die endlich das Geheimnis um die berühmte Bolognese lüften soll. Da gibt es dann Tips, z. B. dass die Sauce nur rechts herum gerührt wird, man kein Olivenöl nimmt usw. Im Grunde ist es aber immer eine eigene Interpretation des Gerichts. Das ist mit Sicherheit nicht verkehrt und bestimmt auch sehr lecker, aber das Originalrezept ist es deshalb noch lange nicht.

Ragú alla Bolognese
Ragú alla Bolognese

Insbesondere Bürgermeister von Bologna, Virginio Merola hat es offenbar satt, dass Scharen von Touristen in den Restaurants seiner Stadt ein Gericht bestellen, das in seiner geläufigen Form mit Bologna wenig zu tun hat. So rief er die Menschen auf Twitter dazu auf, ihm Fotos von Spaghetti Bolognese zu schicken. Die Aufmerksamkeit, die Merola seitdem erhält, nutzt er für einen medialen Feldzug im Namen der kulturellen Identität der Bolognesi, wie sich die Einwohner der Stadt selbst nennen. Sein Ziel: die Welt über die Wahrheit in Sachen Bolognese aufzuklären.

Es ist natürlich auch aus touristischen Interesse nicht ganz unwichtig, das Ragú alla Bolognese ordentlich abzukulten.

Das heilige Rezept der Ur-Bolognese (oder was man dafür hält) wurde sogar am 17. Oktober 1982 von der Accademia Italiana della Cucina in der Handelskammer von Bologna hinterlegt.

Meine Theorie ist folgende. Irgendwann hat Irgendwer, irgendwo in Bologna gehacktes Fleisch in einen Topf geworfen, mit ein paar Zutaten versehen und es schön lange kochen lassen. Fertig war die Bolognese. Aber was an jenem denkwürdigen Tag wirklich im Topf war, weiß keiner so genau.

Aber die gute Nachricht ist, die Versionen des Rezeptes die es aktuell gibt, schmecken auch hervorragend und natürlich besonders Meines 😉

Ragú alla Bolognese

Es haben sich für mich ein paar Dinge als Essenziell herausgestellt, was die Zubereitung des Ragú alla Bolognese angeht.

Was gehört auf jeden Fall zum Ragú alla Bolognese?

Das Sofritto

Das Wichtigste an einer Bolognese ist das sogenannte „Soffritto“: Dazu einen ordentlichen Klotz Butter (ca. 70g) und ein wenig Olivenöl (damit die Butter nicht verbrennt) in einen Topf geben. Zwiebeln, Möhren und Staudensellerie putzen bzw. schälen, ganz fein hacken und auf möglichst niedriger Flamme langsam (mind. 30 Minuten) darin garen, bis das Gemüse schön glasig und weich geworden ist. Wichtig ist, dass das Gemüse nicht brät, sondern wirklich nur dünstet – also nicht zu heiß werden lassen!


Pancetta:

Pancetta

Verwende für das Gericht Pancetta am Stück und schneide ihn mit einem einem Messer in kleine Würfel . Pancetta kann sehr salzig sein, sei also vorsichtig mit dem Würzen


San Marzano Tomaten

Nur Tomaten aus San Marzano haben diesen süßen intensiven Geschmack, die der Sauce noch mal den extra Kick gibt. Sie sind ihr Geld definitiv Wert. Ich empfehle hier wieder, die Marke Mutti zu verwenden.

Die Nudeln

Es werden traditionell in Italien Tagliatelle mit dem Ragú alla Bolognese gegessen. Spaghetti sind verpönt und das auch zurecht. Dann an den dünnen Spaghetti bleibt kaum etwas von der Sauce hängen. Anders verhält es sich bei den Tagliatelle, die sich gut mit der Sauce verbindet.


Ragú alla Bolognese

Ragú alla Bolognese

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 3 Stunden
Gesamtzeit 3 Stunden 10 Minuten
Gericht Hauptgericht
Küche Italienisch
Portionen 8

Kochutensilien

  • Bräter

Zutaten
  

Sofritto

  • 3 Möhren
  • 3 Stangen Staudensellerie
  • 2 Große Zwiebeln
  • 70g Butter
  • Guter Schuss Olivenöl

Bolognese

  • 300g Pancetta
  • 700g Rinder Hackfleisch
  • 100 ml Rotwein
  • 300 ml Milch
  • 2 Dosen 400 ml San Marzano Tomaten
  • 3 getrocknete Chili
  • 3 Knoblauch Zehen
  • Pfeffer + Salz

Nudeln

  • 500g Tagliatelle

Anleitungen
 

Sofritto

  • Zwiebeln, Karotten, Staudensellerie in kleine Würfel schneiden
  • Butter und Olivenöl in einen Topf zum schmelzen bringen und das Gemüse und die Zwiebeln dazu geben. Jetzt mindestens 30 Minuten auf kleiner Stufe dünsten, bis das Gemüse schön glasig und weich ist.

Bolognese

  • Pancetta in einen Bräter geben und scharf anbraten bis ordentlich Fett austritt.
  • Jetzt das Rinderhack dazu geben und weiter scharf anbraten, bis sämtliches Wasser verdampft ist und wir ein wenig Röstaromen haben
  • Jetzt die Hitze ein wenig runter drehen und mit dem Rotwein ablöschen. Jetzt auch schon 100 ml Milch dazu geben.
  • Wenn der Inhalt des Topfes wieder aufkocht, können die Dosentomaten, Knoblauch, Chili, Salz und Pfeffer hinzu.
  • Jetzt das Ganz mindestens 3 Stunden kochen lassen. Gelegentlich umrühren und je Stunde noch mal 100 ml Milch nachgießen.

Notizen

  • Die Bolognese wird eigentlich immer besser, je länger ihr sie kocht. Gerne könnt ihr hier auch 5 Stunden ansetzen.
  • Ragú alla Bolognese ist das perfekte Gericht zum einfrieren. Macht den Gefrierbeutel schön dünn, dann braucht die Sauce nicht sehr lange zum auftauen und Sie wartet in eurer Gefriertruhe wie ein gutes Buch
    Ragú alla Bolognese
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  • Ich empfehle Rotwein zu verwenden, da man diesen dann auch wunderbar zu Bolognese trinken kann. 
Keyword italienisch, Pasta

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